Resistenz-Test beim Einsatz von neuen Therapien
Von Holger Pfister, Frankfurt am Main
Durch die mittlerweile immer längere Überlebenszeit und Behandlungsdauer von Menschen mit HIV/AIDS treten vermehrt Probleme durch Resistenzen der HI-Viren auf die verschiedenen Medikamente auf. Dies wird sehr schnell zu einem Problem für die Patienten, da damit die Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie stark oder ganz nachlässt. Auch die oftmals nicht optimale Therapie-Treue (Adherence) der Patienten führt häufig zu einer schnellen Resistenzbildung, der der behandelnde Arzt in der Vergangenheit oft nur mit Mühe Herr werden konnte.
In den letzten Jahren hat sich daher die Resistenztestung der HI-Viren vor Beginn einer neuen Therapie immer mehr durchgesetzt.
Im nachfolgenden möchte ich Ihnen einige Erläuterungen zu diesem Verfahren, dem Nutzen und Kosten geben:
Die Vornahme einer Resitenztestung ist heute sehr einfach. Der Patient bekommt Blut abgenommen, das dann in einem standardisierten Verfahren auf bestehende Mutationen gegen die verschiedenen Medikamente getestet wird.
Anhand dieser Ergebnisse hat der Arzt dann die Möglichkeit, eine wirksame Therapie neu zusammen zu stellen und damit einen lang anhaltenden Therapieerfolg zu erreichen.
Aber auch im Bereich der sog. Salvage-Therapien (Therapie bei Patienten, die eine Mehrfachresistenz haben und/oder lange vorbehandelt sind) wird diese Methode zur Bestimmung von noch (oder evtl. wieder) wirksamen Medikamenten eingesetzt.
Der Nutzen einer solchen Untersuchung liegt klar auf der Hand und gehört daher mittlerweile zum Standard der HIV-Therapie in Deutschland.
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