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Abszess
Abgekapselte Eiteransammlung; im Rahmen einer gegen Krankheitserreger gerichteten, entzündlichlichen Reaktion neu entstandener, mit Eiter gefüllter Hohlraum.
Adherence
Auch Adherence to therapy oder Compliance oder Therapietreue; Bereitschaft und Fähigkeit eines Patienten oder einer Patientin, einen mit dem Arzt bzw. der Ärztin ausgehandelten Therapieplan zu befolgen;
Maß der Übereinstimmung der tatsächlich erfolgten Medikamenteneinnahme mit der medizinisch optimalen Therapie. Eine sehr gute Adherence ist einer der wichtigsten Faktoren für einen Therapieerfolg bei einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV.
Aids
Von englisch: acquired immunodeficiency syndrome, deutsch:
Syndrom der erworbenen Immunschwäche. Auslöser der Krankheit ist das HI-Virus (
HIV ). Im langen Verlauf der
Infektion mit HIV wird das
Immunsystem zusehends geschädigt; dadurch kommt es unter anderem zu
opportunistischen Erkrankungen. Gewisse dieser Krankheiten gelten zusammen mit dem Nachweis einer HIV-Infektion nach internationaler Übereinkunft als Aids definierend. Aids ist die Folge einer weit fortgeschrittenen HIV-Infektion; unter einer rechtzeitig begonnenen
Kombinationsbehandlung gegen HIV schreitet die HIV-Infektion häufig nicht bis ins Stadium Aids vor. Zur Definition von Aids
Aids Dementia Complex
Gehirnerkrankung bei Menschen mit
HIV, die mit dem schleichenden Verlust geistiger Fähigkeiten einhergeht. Der Aids Dementia Complex zählt zu den
Aids definierenden Erkrankungen.
aidsdefinierende Erkrankungen
Gruppe von Erkrankungen, die laut internationaler Übereinkunft in die Aidsdefinition aufgenommen wurden. Menschen mit HIV, die an einer dieser Krankheiten leiden, werden als Menschen mit Aids bezeichnet.
Aids-Test
HIV -Antikörper-Test
Akupunktur
Methode der
Komplementärmedizin, nach lateinisch acus = Nadel, punctura = Stich. Traditionelle chinesische Heilmethode, die mittels Nadelstichen den gestauten Energiefluss im Körper normalisieren soll.
akute Infektion
Auch Primoinfektion; Vermehrung eines Mikroorganismus im Körper, bei der Krankheitserscheinungen (
Symptome und
Befunde) auftreten. Bei etwas mehr als der Hälfte der Menschen, die sich mit
HIV infiziert haben, kommt es in den ersten Wochen nach der Übertragung zu Anzeichen einer Primoinfektion. Diese verschwinden ohne Behandlung wieder (
asymptomatische Infektion).
Allergen
Stoff, der eine krankhaft übersteigerte
Immunantwort auslöst.
Alternativmedizin
Komplementärmedizin
ambulante Behandlung
Behandlung, ohne dass der Patient oder die Patientin ins Krankenhaus aufgenommen werden muss, im Gegensatz zur
stationären Behandlung.
anal
Zum After gehörend, durch den After
Anthroposophie
Behandlungsrichtung der
Komplementärmedizin, von griechisch anthropos = Mensch, sophia = Weisheit, die auf der gleichnamigen Weltanschauungslehre von Rudolf Steiner (1881 1925) gründet. ( Homöopathie.)
Antibiotika
Gruppe von medizinischen Wirkstoffen, die Bakterien und andere Mikroorganismen am Wachstum hindern und abtöten können. Einzahl: Antibiotikum.
Antigen
Substanz, die von einem lebenden Organismus als fremd erkannt wird und die eine spezifische
Immunantwort (z.B. die Bildung von
Antikörper) auslöst.
Antikörper
Körpereigener Abwehrstoff gegen
Antigene. Antikörper gegen HIV
Antimykotika
Gruppe von medizinischen Wirkstoffen, die Pilze am Wachstum hindern oder
abtöten Einzahl: Antimykotikum.
antiviral
Gegen Viren gerichtet.
asymptomatische Infektion
Vermehrung eines Mikroorganismus im Körper, bei der keine
Symptome entstehen.
Arbeitsunfähigkeit
Gesundheitlich bedingte Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit
Erwerbsunfähigkeit
ART
Von englisch: anti-retroviral therapy, deutsch: antiretrovirale Therapie, gegen
Retroviren gerichtete Therapie
Kombinationsbehandlung gegen HIV
Arztgeheimnis
Rechtlich bindende Verpflichtung, Personendaten über Patienten und Patientinnen nicht weiterzugeben usw.
asymptomatische Infektion
Vermehrung eines Mikroorganismus im Körper, bei der keine Krankheitserscheinungen ( Symptome oder
Befunde) auftreten. Zwischen der
akuten Infektion mit HIV und ersten
opportunistischen Erkrankungen verläuft die HIV-Infektion meist über mehrere Jahre asymptomatisch.
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Befund
In der medizinischen Fachsprache: Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung
Diagnose,
Symptom.
Blutbild
Aktuelle Zusammensetzung der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen
und Blutplättchen).
Blutplasma Blut ohne Blutkörperchen
Blutserum
Blutplasma ohne Blutgerinnungsfaktor I (Fibrinogen)
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Candia-Pilze
Gattung der Sprosspilze, die zahlreiche Arten umfasst, von denen nur ein Teil medizinisch bedeutsam ist, z.B. Candida albicans, ein dünnwandiger Hefepilz, der unter besonderen Bedingungen Krankheiten verursacht, z.B. eine Entzündung
der Mund- und Zungenschleimhaut (Stomatitis) oder der Speiseröhre (Ösophagitis).
Mundsoor ist ein weißlicher Belag des Candida-Pilzes auf der Mund- und Zungenschleimhaut.
Candida-Infektionen sind
opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer
HIV-Infektion. Eine Candida-Ösophagitis gilt bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
cerebral
zerebral
CD4-Lymphozyten
CD4 Zellen
Lymphozyten
CD4-Rezeptoren
Oberflächenhinweis gewisser Körperzellen (v. a..
CD4-Lymphozyten), an das sich
das
HIV anlagern kann. HIV wird fast
ausschließlich
in Zellen gefunden, die solche
Rezeptoren aufweisen.
CD4-Wert
Anzahl
CD4-Lymphozyten,
die in einem Millionstelliter (Mikroliter = µl = Kubikmillimeter = mm 3 ) Blut enthalten sind. Bei Menschen mit intaktem
Immunsystem liegt dieser Wert über 500. Bei den meisten Menschen mit
HIV nimmt er ohne Kombinationsbehandlung gegen HIV im Verlauf der
Infektion stetig ab
CD4-Zellen
Auch CD4-Lymphozyten oder Helferzellen; Untergruppe bestimmter
weißer Blutkörperchen (
Lymphozyten), die auf ihrer Oberfläche
CD4-Rezeptoren aufweisen.
CD8-Zellen
Auch CD8-Lymphozyten oder Killerzellen; Untergruppe bestimmter
weißer Blutkörperchen (
Lymphozyten), die auf ihrer Oberfläche CD8-Rezeptoren aufweisen.
CDC
Centers for Disease Control and Prevention, US-Bundeszentrale zur Erfassung von
Krankheiten.
Chemokine
Körpereigene
Zytokine, die bestimmte
weiße Blutkörperchen zu einer gerichteten
Wanderung veranlassen.
Chinesische Medizin
Traditionelle chinesische Medizin (TCM)
Co-Faktoren
Kofaktoren
Co-Infektion
Zwei oder mehr verschiedene Krankheitserreger sind gleichzeitig aktiv, beispielsweise das HI-Virus und ein Hepatitis-Virus.
Compassionate use
Englisch: «Verwendung aus Mitgefühl»; Einsatz eines noch nicht zugelassenen Medikamentes bei Menschen, bei denen sich die zugelassenen Medikamente als unwirksam oder unverträglich erwiesen haben und die nicht in eine Studie aufgenommen werden können, in der das Medikament geprüft wird.
Compliance
Adherence
Bereitschaft eines Patienten oder einer Patientin zur Mitarbeit bei diagnostischen und therapeutischen
Maßnahmen, z.B. die Zuverlässigkeit, mit der therapeutische
Maßnahmen befolgt werden (so genannte Verordnungstreue).
Adherence meint die Einhaltung eines gemeinsam mit dem Arzt oder Ärztin erarbeiteten Therapieplans.
Cunnilingus
Orale Stimulation (Reizung mit Zunge, Lippen oder Zähnen) der
äußeren weiblichen Geschlechtsteile.
Fellatio
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Datenschutz
Datenschutzgesetze sollen verhindern, dass Daten missbräuchlich bearbeitet (gespeichert, weitergegeben, verwendet ...) werden. Die Tatsache, dass bei einer Person eine HIV-Infektion vorliegt, zählt zu den besonders schützenswerten Daten.
Diagnose
Zweifelsfreie Zuordnung einer gesundheitlichen Störung zu einem Krankheitsbegriff aufgrund genauer Befragung und Untersuchung.
Symptom ,
Befund
DNA
DNS
DNS
Desoxyribonukleinsäure, englisch: desoxyribonucleic acid (DNA); chemische Bezeichnung der Bausteine der Erbsubstanz eines Lebewesens.
RNS
Doppelblindstudie
Studienanordnung, bei der zur Vermeidung von unbewussten Verfälschung der Studienergebnisse weder Patient bzw. Patientin noch Arzt oder Ärztin wissen, welches
der getesteten Mittel z.B. Wirksubstanz (in der Behandlungsgruppe) oder
Placebo (in der Vergleichsgruppe) eingesetzt wird. Randomisiert ist die Studie, wenn die Patienten und Patientinnen nach dem Zufallsprinzip der Behandlungs- bzw. der Vergleichsgruppe zugeordnet werden.
drug holidays
Therapiepause
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Ekzem
Auf entzündlichen Reaktionen (z.B. auf ein
Allergen) beruhende, flächenhafte, nicht ansteckende Hautveränderung, oft mit Juckreiz.
Enzephalopathie
Erkrankung des Gehirns.
Enzym
Eiweisstoff, der biochemische Reaktionen beschleunigt oder erst ermöglicht, zum Beispiel die Spaltung von anderen
Eiweißen (
Integrase,
Protease
Reverse Transkriptase)
Ernährung
Gesunde Ernährung, Diäten, Nahrungsmittelergänzungen
Epidemie
Erkrankung, die mit zunehmender Häufigkeit innerhalb einer Region oder Bevölkerungsgruppe auftritt und typischerweise nach Erreichen eines Häufigkeitsgipfels einen Rückgang der Neuerkrankungen zeigt. Die
HIV-Infektion in der Schweiz entspricht dieser Beschreibung. Sie untersteht deshalb dem Epidemiengesetz.
Epidemologie
Wissenschaft, die sich mit der Verteilung von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten und deren Folgen in der Bevölkerung befasst.
Epedemie
Erwerbsunfähigkeit
Unmöglichkeit, nach erfolgter Eingliederung auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt ein Erwerbseinkommen zu erzielen.
Arbeitsunfähigkeit
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Fellatio
Orale Stimulation (Reizung mit Zunge, Lippen oder Zähnen) des Penis.
Cunnilingus
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Gentherapie
Neuartige medizinische Behandlungsmethode, bei der die Erbsubstanz oder Abschriften davon beeinflusst werden.
Granulozyten
Gruppe von weißen Blutkörperchen, die in der Immunabwehr tätig sind.
Gürtelrose
Herpes zoster
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HAART
Von englisch: highly active anti-retroviral therapy (
ART), deutsch: hochwirksame Kombinationsbehandlung gegen HIV; zu den verschiedenen Interpretationen des Begriffs
Helferzellen
CD4-Zellen.
Hemmer der Reversen Transkriptase
Wirkstoffklasse von Medikamenten gegen
HIV, die im Rahmen einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt werden und die
Reverse Transkriptase von HIV hemmen; es gibt
nukleosidanaloge (
NRTI) und
nichtnukleosidanaloge Hemmer der Reversen Transkriptase (
NNRTI).
Hemmer der Protease
Wirkstoffklasse von Medikamenten gegen
HIV, die im Rahmen einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt werden und die
Protease von HIV hemmen; Abkürzung
PI,
Hepatitis
Entzündung der Leber. Die häufigsten Ursachen für eine Hepatitis sind
übermäßiger Alkoholkonsum oder eine Infektion mit einem Hepatitis-Virus. Da einige Hepatitis-Viren grundsätzlich auf die gleiche Art wie
HIV übertragen werden, findet sich eine solche
Infektion relativ häufig als
Co-Infektion bei Menschen mit HIV. Mehrzahl: Hepatitiden.
Herpes
Durch Herpes-simplex-Viren (Typ I und II) ausgelöste Erkrankungen. Herpes labialis = Herpes der Lippen, Herpes genitalis = Herpes der Geschlechtsorgane, d.h. von Penis bzw.
äußeren Geschlechtsteilen der Frau. Herpes simplex; Herpes zoster (Gürtelrose). Bestimmte Herpes-simplex-Infektionen sind
opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer
HIV-Infektion, einige davon gelten bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
HIV (HI-Virus)
Von englisch: human immunodeficiency virus, deutsch: menschliches Immunschwäche-Virus. Eine Infektion mit HIV gilt als Ursache von
Aids . Das HIV gehört zur Gruppe der
Retroviren. Nach heutigem Wissensstand wurde das
Virus um 1930 von Affen erstmals auf Menschen übertragen (
SIV). Bekannt sind die beiden Typen HIV-1 und HIV-2, die je verschiedene Subtypen (bezeichnet mit Grossbuchstaben) umfassen. Es wird meist sexuell übertragen sowie bei Spritzen-/Nadeltausch im Rahmen von intravenösem Drogengebrauch oder von der Mutter auf das Kind (
vertikale Transmission); Schutz vor einer Übertragung bieten
Safer Sex und
Safer Use,
Eine HIV-Infektion kann in den ersten Wochen zu Krankheitserscheinungen (
akute Infektion) führen und schädigt unbehandelt meist im Verlaufe von Jahren das
Immunsystem Die Infektion kann mit verschiedenen
Tests nachgewiesen werden; zur Hemmung der Virusvermehrung wird eine
Kombinationsbehandlung gegen HIV eingesetzt.
HIV-Antikörper-Test
Standardverfahren, um eine Ansteckung mit
HIV nachzuweisen bzw.
auszuschließen. Der Test untersucht, ob der Körper spezifische
Antikörper gegen HIV gebildet hat ( HIV-positiv oder nicht ( HIV-negativ). Da der Test eine HIV-Infektion nachweisen kann, nicht aber
Aids, ist die Bezeichnung Aids-Test irreführend. Der HIV-Antikörper-Test ergibt erst drei Monate nach einer möglichen Ansteckung ein ausreichend sicheres Ergebnis.
HIV-negativ
Auch HIV-seronegativ, oft auch seronegativ oder negativ; als HIV-negativ werden Blutproben bezeichnet, in denen keine
Antikörper gegen
HIV nachgewiesen wurden. Das Testresultat HIV-negativ drei Monate nach einer Risikosituation bedeutet, dass keine Ansteckung stattgefunden hat. Gegensatz:
HIV-positiv.
HIV-PEP
HIV-Postexpositionsprophylaxe, wörtlich: vorbeugende
Maßnahme (= Prophylaxe) nach (= post) einer Situation mit HIV-Übertragungsrisiko (= HIV-Exposition). Auf zwei bis vier Wochen befristete Einnahme einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV, beginnend in den ersten 72 Stunden nach einer Situation mit HIV-Übertragungsrisiko. Eine HIV-PEP kann das Übertragungsrisiko nachträglich noch deutlich senken, eine Infektion aber nicht in jedem Fall verhindern.
HIV-positiv
Auch HIV-seropositiv, oft auch seropositiv oder positiv; als HIV-positiv werden Blutproben bezeichnet, in denen
Antikörper gegen
HIV nachgewiesen wurden. Das mit einem Zweittest bestätigte Testresultat HIV-positiv bedeutet, dass eine
Infektion mit HIV vorliegt. Gegensatz:
HIV-negativ.
HIV-Test
HIV Antikörper-Test
Homöopathie
Behandlungsrichtung der
Komplementärmedizin, von griechisch homoios = ähnlich, pathos = Leiden oder Krankheit, die auf Samuel Hahnemann (1755 1843) zurückgeht und «Gleiches durch Gleiches» behandelt. Homöopathisch zubereitet, d.h. verdünnt und verschüttelt, sollen Wirkstoffe bei kranken Menschen jene Symptome heilen, die sie bei gesunden hervorrufen.
Hormon
Vom Organismus gebildeter Botenstoff. Hormone steuern
u. a. den Stoffwechsel, das Wachstum, die Entwicklung und die Befindlichkeit des Individuums. Hormone werden meist in entsprechenden Drüsen gebildet.
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IDU
Von englisch: injecting drug user = Drogenkonsumenten und konsumentinnen, die sich die Wirkstoffe spritzen. IVD
Intravenöser Drogenkonsum
Ikterus
Gelbverfärbung der Haut, mögliches Zeichen einer
Hepatitis. (
Subikterus)
IL-2
Interleukin-2,
Interleukine; spielt bei der Entstehung der
Immunantwort eine entscheidende Rolle, u. a. durch die Stimulation der Neubildung von T-Lymphozyten wie
CD4- oder>
CD8-Zellen.
Immunantwort
Reaktionen des
Immunsystems auf Krankheitserreger,
Allergene oder Krebszellen.
Immunität
Angeborene oder durch Impfung oder überstandene Krankheit erworbene Fähigkeit zur Abwehr bestimmter Krankheitserregern.
Immunsystem
Körpereigenes Abwehrsystem. Gesamtheit der Zellen und Organe, die an der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern
Allergenen oder Krebszellen beteiligt sind.
CD4-Zellen,
CD8-Zellen,
Granulozyten
Impfung, aktive und passive
Aktive Impfung: Verabreichung von nicht krank machenden
Antigenen , die das
Immunsystem veranlassen, gegen einen bestimmten Krankheitserreger eine Abwehrstrategie zu entwickeln.
Lebendimpfstoff,
Totimpfstoff
Passive Impfung: Verabreichung von
Antikörpern gegen bestimmte Krankheitserreger.
Impfung gegen HIV ; Impfungen bei HIV gegen andere Krankheitserreger (bei Kindern), (gegen Hepatitis-Viren)
Indexperson
Jene Person, von der in einer Situation mit möglicher Ansteckung (Risikosituation) das mögliche Infektionsrisiko ausgeht. Zum Beispiel bei einer Stichverletzung mit einer gebrauchten Spritze jene Person, die die Spritze benützt hatte bzw. bei der die Spritze angewendet wurde.
Indikation
Grund, ein bestimmtes Heilverfahren anzuwenden bzw. abzubrechen oder ein bestimmtes Medikament zu verabreichen bzw. abzusetzen. Die Indikation ergibt sich aus der
Diagnose.
Kontraindikation.
Infektion
Übertragung eines Krankheitserregers (
Virus, Bakterium, Pilz usw.), der sich im Körper vermehrt.
Informationspflichten bei HIV
Laut Meldeverordnung müssen positive
HIV-Antikörper-Test-Resultate
dem Robert-Koch-Institut in Berlin gemeldet werden. Allerdings ist dabei der
> Datenschutz und die Datensicherheit zu gewährleisten.
Beim Anstellungsgespräch bei der Arbeitssuche muss der
Serostatus nicht mitgeteilt werden. Er darf auch nicht erfragt werden.
Anders sieht es aus beim Abschluss überobligatorischer Versicherungen; hier darf der Serostatus nicht verschwiegen werden.
Informed consent
Englisch: «informierte Einwilligung»; Einwilligung eines Patienten oder einer Patientin zu einer medizinischen
Maßnahme, die nach genügender Aufklärung und Information (Ziel, Nebenwirkungen, Alternativen, Kosten ...) erfolgt. Der «informed consent» ist Teil der
Patientenrechte.
Inhibitor
Hemmer
Insemination
Einbringen von Sperma, künstliche Befruchtung. Bei der homologen Insemination wird Sperma des Partners, bei der heterologen Insemination Sperma eines Samenspenders verwendet.
Integrase
HIV-eigenes
Enzym, das dafür sorgt, dass das umgeschriebene Viruserbgut in das Erbgut der befallenen Zelle eingeführt wird. Hemmer der Integrase als mögliche neue Wirkstoffklasse gegen HIV werden erforscht.
Interaktion
Wechselwirkung
Interferone
Von Zellen im Rahmen einer
Immunantwort gebildete Botenstoffe (
Zytokine), die
u. a.
antivirale sowie das Zellwachstum hemmende Wirkungen haben. Sie können teilweise auch gentechnisch hergestellt werden.
Interleukine
IL-2
Abkürzung: IL; von bestimmten weißen Blutkörperchen gebildete
Zytokine, die andere
weiße Blutkörperchen zu einer Änderung ihrer Funktion anregen.
intravenös
In die Vene (Blutbahn); z.B. Injektion eines Medikamentes oder von Drogen
Isospora belli
Einzeller, der bei Menschen mit geschwächtem
Immunsystem zu einer Darmerkrankung mit Fieber, Durchfall und Darmblutungen führt;
opportunistische Erkrankung. Eine lang anhaltende Isosporen-Infektion des Darms gilt bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
IVD
IDU
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Kaposi-Sarkom
Krebsart, die sich u. a. durch bläulich-violette Knötchen auf der Haut auszeichnet.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion. Ein Kaposi-Sarkom gilt bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
Kofaktor
Einflussgröße, die den individuellen Krankheitsverlauf positiv oder negativ
zu beeinflussen vermag.
Kohortenstudie
Beobachtung einer nach bestimmten Eigenschaften ausgewählten Gruppe zur Ermittlung eines Zusammenhangs von bestimmten Ereignissen. Die hier gewonnenen Daten sind Grundlage für eine Vielzahl von Forschungsprojekten.
Kombinationsbehandlung gegen HIV
Schulmedizinische Behandlung der
HIV-Infektion, bei der mehrere Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (
Hemmer der Reversen Transkriptase,
Hemmer der Protease) gleichzeitig eingenommen werden. Erfolgreiche Kombinationsbehandlungen gegen HIV vermögen die Vermehrung von
HIV wirksam einzudämmen. Die Zerstörung des
Immunsystems wird gebremst, und das Immunsystem kann sich oft weitgehend erholen. Eine endgültige Vertreibung von HIV aus dem Körper gelingt aber nicht.
Kombinationstest
Verfahren zum Nachweis einer
HIV-Infektion, bei dem ein
HIV-Antikörper-Test mit einem
p24-Antigen-Test zusammen durchgeführt wird. Auch ein Kombinationstest kann erst drei Monate nach einer Risikosituation eine Infektion mit HIV
ausschließen; er vermag jedoch eine allfällige
akute Infektion nachzuweisen.
Komplementärmedizin
Von lateinisch «complementum» = Ergänzung; auch Alternativmedizin, «sanfte Medizin» oder Ergänzungsmedizin (
Schulmedizin). Die Komplementärmedizin umfasst um die 70 meist naturheilkundliche Behandlungsformen. Allen gemeinsam ist das Bestreben, den Menschen als ganzen und nicht
bloß einzelne Aspekte von ihm zu betrachten und dementsprechend ganzheitlich zu heilen.
Akupunktur,
Anthroposophie,
Homöopathie,
Phytotherapie,
Traditionelle chinesische Medizin
Kontraindikation
Grund, ein als therapeutisch aufgefasstes Verfahren (z.B. Verabreichung eines Arzneimittels) nicht anzuwenden.
Indikation.
Krankengeschichte
Patienten-Dossier bei einem Arzt oder einer Ärztin, das
u. a. die Dokumentation von
Symptomen,
Befunden,
Diagnosen und
Therapien in chronologischer Reihenfolge enthält. Abkürzung: KG
Kreuzresistenz(
Resistenz)
Kryptokokken-Meningitis
Hirnhautentzündung, die auf eine Infektion durch den Kryptokokkus genannten Pilz zurückzuführen ist.
Kryptosporidien
Einzeller, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu heftigen, lang dauernden Durchfällen führen können.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer
HIV-Infektion. Eine lang anhaltende Kryptosporidien-Infektion gilt bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
Kündigungsschutz bei HIV
Wegen einer
HIV-Infektion allein darf niemandem gekündigt werden; bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit besteht jedoch nur während einer bestimmten Frist ein Kündigungsschutz.
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Lebendimpfstoff
Impfstoff, der aus vermehrungsfähigen Erregern besteht, die bezüglich ihrer Fähigkeit, Krankheiten zu verursachen, abgeschwächt wurden.
Totimpfstoff,
Impfung
Leberzirrhose
Bindegewebiger Umbau der Leber im Sinne der Bildung von Narbengewebe als Ersatz für untergegangenes Lebergewebe mit zunehmender Beeinträchtigung der Leberfunktion. Unter anderem Folge von
übermäßigem Alkoholkonsum oder einer chronischen
Hepatitis-Infektion.
Leukenzephalopathie, progressive multifokale
Zunehmender Verlust der weißen Substanz des Gehirns durch eine Infektion mit
Papova-Viren.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer
HIV-Infektion. Eine progressive multifokale Leukenzephalopathie gilt bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
Leukoplakie, orale
Befall der Mundschleimhaut mit weißlichen, nicht abstreifbaren Belägen, die durch das Epstein-Barr-Virus verursacht werden.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer
HIV-Infektion .
Lipodystrophie
Umverteilung des Körperfettes als Teil eines
Syndroms, das auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen ist, an denen Medikamente gegen
HIV mitbeteiligt sind.
log (Logarithmus)
Mathematisches Verfahren, bei dem eine Zahl als Potenz, meist als Zehnerpotenz, dargestellt wird (1000 = 10 3 = 3 log10 = 3 log); wird oft verwendet, um Änderungen des
Viral Load auszudrücken.
Lymphe
Flüssigkeit aus Lymphplasma und Lymphkörperchen (vorwiegend
Lymphozyten). Lymphe entsteht durch Austritt von
Blutplasma aus den Blutgefässen ins Gewebe; sie
fließt über Lymphgefäße und die
Lymphknoten wieder zurück in den Blutkreislauf.
Lymphknoten
Kleine Organe in Lymphgefäßen, in denen Fremdstoffe aus der Lymphflüssigkeit gefiltert werden.
Lymphom
Non-Hodgkin-Lymphom
Lymphozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die in Knochenmark,
Lymphknoten, Thymus und Milz gebildet werden und für die Immunantwort des Körpers wichtig sind. Man unterscheidet B- und T-Lymphozyten. B-Lymphozyten stellen
Antikörper her. T-Lymphozyten (
CD4-Zellen,
CD8-Zellen) sind für die körpereigene Abwehr durch Zellen verantwortlich.
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Makrophagen
Fresszellen; Zellen des Immunsystems, die fähig sind, körperfremdes Material und « Abfall » -Zellen des Organismus aufzunehmen und zu verdauen.
Meldepflicht/Meldeverordnung
Informationspflicht bei HIV
Mikronährstoffe
Spurenelemente
Mikrosporidien
Einzeller, die bei Menschen mit geschwächtem
Immunsystem zu heftigen, lang dauernden Durchfällen führen können.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer
HIV-Infektion .
mitochondriale Toxizität
Giftigkeit, die zu einer Schädigung von
Mitochondrien führt. Gewisse Wirkstoffe in
Kombinationsbehandlungen gegen HIV haben eine mitochondriale Toxizität, was vermutlich eine der Ursachen für gewisse Nebenwirkungen wie die
Lipodystrophie ist.
Mitochondrien
Strukturen innerhalb der Zellen, deren Aufgabe es ist, durch die Oxidation von Nährstoffen Energie zu erzeugen und Rohstoffe für den Aufbau von
Eiweißen und anderen Molekülen bereitzustellen.
Mutation
Veränderung des Erbgutes
Mykobakterium avium
Bakterium, das bei Menschen mit geschwächtem
Immunsystem Lungeninfektionen verursachen kann, aber auch andere Organe wie das Blut, das Knochenmark, die Leber, die Nieren und die Lymphknoten befallen kann.
Opportunistische Erkrankung im Rahmen einer
HIV-Infektion . Mykobakterien-Infektionen gelten bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend.
Mykoplasmen
Heute den Bakterien zugeordnete, zellwandlose Mikroorganismen.
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Neuropathie, periphere
Erkrankung der peripheren, d. h. im äußeren Bereich des Körpers gelegenen Nerven, die zu Funktionsstörungen wie z.B. Schmerzen, Kribbeln oder Lähmungen führen kann. Periphere Neuropathien sind
u. a. eine mögliche Nebenwirkung gewisser Wirkstoffe im Rahmen einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV.
nichtnukleosidanalog
Molekülstruktur, die jener der Bausteine der Erbsubstanz (Nukleoside) nicht gleicht.
NNRTI,
Hemmer der Reversen Transkriptase,
nukleosidanalog.
NNRTI
Von englisch: non-nucleoside reverse transcriptase inhibitors, deutsch:
nichtnukleosidanaloge
Hemmer der Reversen Transkriptase,
NRTI
Non-Hodgkin-Lymphom
Bösartige Krebsgeschwülste von lymphatischen Zellen (
Lymphe), die auch im Magen-Darm-Trakt oder im Zentralnervensystem auftreten können. Non-Hodgin-Lymphome gelten bei gesicherter
HIV-Infektion als
Aids definierend.
NRTI
Von englisch: nucleoside reverse transcriptase inhibitors, deutsch:
nukleosidanaloge
Hemmer der Reversen Transkriptase,
NNRTI
nukleosidanalog
Molekülstruktur, die jener der Bausteine der Erbsubstanz (Nukleoside) gleicht.
NRTI,
Hemmer der Reversen Transkriptase,
nichtnukleosidanalog.
Nonprogressoren
Auch Langzeit-Nonprogressoren (= Nicht-Fortschreiter); Menschen, bei denen eine Æ HIV-Infektion vermutlich aufgrund ihrer Veranlagung und Konstitution auch nach mehr als 15 Jahren noch zu keinen Beschwerden geführt hat und deren
Viral Load relativ tief und deren
CD4-Wert relativ hoch geblieben ist.
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opportunistische Infektionen
Infektion durch Erreger, die häufig im gesunden Körper vorkommen, ohne Schaden anzurichten. Bei einer Immunschwäche -
z. B. verursacht durch eine fortgeschrittene
HIV-Infektion - können sie sich jedoch vermehren und zu Krankheiten führen.
opportunistische Erkrankungen
Erkrankungen, die bei geschwächtem Immunsystem z.B. verursacht durch eine fortgeschrittene
HIV-Infektion typischerweise und gehäuft oder mit anderem, schwererem Verlauf auftreten. Neben den
opportunistischen Infektionen zählen auch andere Infektionen und gewisse Krebsformen dazu. Viele davon gelten bei gesicherter HIV-Infektion als
Aids definierend. (
Aids Dementia Complex,
Candida-Pilze,
Herpes,
Isospora belli,
Kaposi-Sarkom,
Kryptosporidien,
Kryptokokken-Meningitis,
Non-Hodgkin-Lymphom,
Leukenzephalopathie, progressive multifokale,
Leukoplakie, orale,
Mikrosporidien,
Mykobakterium avium,
Pneumocystis-carinii-Pneumonie,
Salmonellen,
Toxoplasmose, zerebrale,
Zervixkarzinom,
Zytomegalie-Virus>
oral
Den Mund betreffend, durch den Mund
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p24-Antigen
Bestandteil des
HIV
Antigen
p24-Antigen-Test
p24-Antigen-Test
Test, der einen Virusbestandteil (
p24-Antigen ) nachweist. Ein negativer p24-Antigen-Test
schließt eine HIV-Infektion nicht aus, weshalb er den
HIV-Antikörper-Test zur Abklärung einer HIV-Infektion in der Regel nicht ersetzen kann. Der Test wird fast
ausschließlich bei Verdacht auf Vorliegen einer
akuten Infektion verwendet.
p24-Test
p24-Antigen-Test
Patientenrechte
Gesetzlich garantierte und damit einklagbare Rechte von Patienten und Patientinnen im Umgang mit Spitälern, Gesundheitsbehörden, Ärztinnen und Ärzten.
PCR-Diagnostik
Von englisch: polymerase chain reaction = Polymerase-Ketten-Reaktion; Methode, mit der das Erbgut eines Erregers (z.B.
HIV ) nachgewiesen wird. Die qualitative PCR-Diagnostik wird vor allem bei Zweifelsfällen eingesetzt oder zum Nachweis einer HIV-Infektion bei Neugeborenen, die quantitative zur Bestimmung des
Viral Load bei feststehender HIV-Infektion. Sie kann einen
HIV-Antikörper-Test nicht ersetzen.
Pflanzenheilkunde
Phytotherapie
Phytotherapie
Behandlungsrichtung der
Komplementärmedizin, von griechisch phyton=Gewächs. Lehre von der Anwendung von
blutdrucksenkenden Wirkstoffen bei Bluthochdruck usw. Calanolide A, Cannabis, Carnivora (Venusfliegenfalle), Echinacea (Sonnenhut), Hypericin (Johanniskraut), Krallendorn, Liv52®, Padma 28®, Teebaumöl, Tropaeoleum (Kapuzinerkresse)
PI
Von englisch: protease inhibitors, deutsch:
Hemmer der Protease
Placebo
Scheinpräperat, das keinen Wirkstoff enthält. Placebos werden
u. a.. zur Prüfung der Wirksamkeit neuer Substanzen eingesetzt. Die Behandlungsgruppe erhält den zu testenden Wirkstoff, die Vergleichsgruppe das
äußerlich nicht zu unterscheidende Placebo (
Doppelblindstudie ).
Pneumocystis-carinii-Pneumonie (PcP)
Durch den Erreger Pneumocystis carinii (
Protozoen ) hervorgerufene Lungenentzündung. Sie ist eine der häufigsten
opportunistische Erkrankungen im Rahmen einer
HIV-Infektion . Ein PcP gilt bei gesicherter HIV-Infektion als Aids definierend.
Pneumonie
Lungenentzündung; wiederkehrende bakterielle Pneumonien gelten bei gesicherter
HIV-Infektion als
Aids definierend.
Pneumocystis-carinii-Pneumonie
Prävention
Vorbeugende Gesundheitsfürsorge, z.B. Gesundheitserziehung,
Safer Sex,
Safer Use oder Schutzimpfungen (
Impfung,
Primärprophylaxe)
Primärprophylaxe
Vorbeugende Maßnahme zur Verhütung von drohenden Krankheiten, z.B. durch Einnahme bestimmter Medikamente.
Sekundärprophylaxe,
prophylaktisch,
Prävention.
Primoinfektion
akute Infektion
Prognose
Vorhersage über Verlauf und Ausgang einer Krankheit, die auf ärztlicher Erfahrung und wissenschaftlichen Kriterien basiert. (
Diagnose)
prophylaktisch
Vorbeugend, von: Prophylaxe: vorbeugende Maßnahme zur Verhütung von Krankheiten.
Primärprophylaxe,
Sekundärprophylaxe,
Prävention
Protease
Enzym des
HIV, das bei der Vermehrung des Virus eine wichtige Rolle spielt. Es trennt
Viruseiweiße in kleinere Eiweiße, sodass diese für den Bau neuer Viren benutzt werden können.
Hemmer der Protease
Protozoen
Einzellige Lebewesen (z.B. Pneumocystis carinii, Toxoplasma gondii, Amöben usw.), die zu Krankheiten wie der
Pneumoscystis-carinii-Pneumonie oder der zerebralen
Toxoplasmose führen können.
Psyche
Griechisch psyche = Seele, Seelenleben; heute Bezeichnung für die Gesamtheit bewusster und unbewusster seelischer (insbesondere emotionaler) Vorgänge und geistiger bzw. intellektueller Funktionen.
Psychoneuroimmunologie
Wissenschaft, die mögliche Zusammenhänge zwischen
Psyche, Nerven- und Immunsystem untersucht.
Psychosomatik
Von griechisch
psyche = Seele und soma = Körper; Richtung der Medizin, die erkennt, dass zwischen psychischen Vorgängen und körperlichen Erscheinungen ein enger Zusammenhang besteht.
Psychotherapie
Aus
Psyche und
Therapie. Die therapeutische Beeinflussung von Verhaltensanomalien (= Abweichungen vom Normalen) und seelischen Leiden mit seelisch-geistigen Mitteln. Psychotherapie ist ein Oberbegriff, der eine Vielzahl von Methoden und Richtungen umfasst,
u. a.. Gesprächspsychotherapie, Humanistische Interventionsformen, Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie.
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QiGong
Verfahren der
Komplementärmedizin. Meditations- und Atemtechnik, die zur
Traditionellen chinesischen Medizin.
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randomisiert
Zufällig zugeordnet,
Doppelblindstudie
registriert
Alle in der Bundesrepublik Deutschland gemachten
HIV-Antikörper Tests, die positiv ausfallen, werden
anonymisiert beim
Robert-Koch-Institut in Berlin registriert
Reisen mit HIV/Aids
Bei Reisen stellen sich allenfalls Fragen in Bezug auf die Gesundheit und den erforderlichen Impfschutz; wichtig sind auch die Einreisebestimmungen des Ziellandes.
Resistenz
Unempfindlichkeit eines Erregers gegenüber einer sonst wirksamen Substanz. Betrifft die Unempfindlichkeit mehrere Substanzen, spricht man von Kreuzresistenz. Resistenz und Kreuzresistenz sind ein wichtiges Problem im Rahmen von
Kombinationsbehandlungen gegen HIV; eine sehr gute
Adherence ist ein wichtiger Faktor, um Resistenzen zu vermeiden.
Resistenztests
Verfahren, mit denen untersucht wird, gegen welche in üblicher Dosierung verabreichte Wirkstoffe ein Erreger vermutlich (
Resistenz) ist.
Retroviren
Gruppe von
Viren, deren Erbsubstanz aus
RNS besteht. Sie besitzen das
Enzym
Reverse Transkriptase, das ihnen erlaubt, innerhalb einer Wirtszelle eine
DNS -Kopie der Erbsubstanz herzustellen. Erst dank diesen Kopien können sich die Retroviren vermehren.
HIV ist ein Retrovirus.
Reverse Transkriptase
Enzym, das
RNS in
DNS umschreibt. Nur
Retroviren besitzen ein solches Enzym. Hemmer der Reversen Transkriptase.
Rezeptor
Besondere Struktur an Zellen für die Erkennung, Bindung oder Aufnahme bestimmter Substanzen,
u. a..
CD4-Rezeptor
rezidivierend
Ein Rezidiv bildend, d.h. wiederum auftretend, einen Rückfall hervorrufend. Wiederauftreten einer Krankheit, nachdem zunächst eine Abheilung eingetreten war.
Ribozym
RNS , die auch als
Enzym wirkt, also biologische Reaktionen beschleunigen kann. Ribozyme werden als mögliche neue Wirkstoffe gegen
HIV untersucht.
RNA
RNS
RNS
Ribonukleinsäure, englisch: ribonucleic acid (RNA). RNS enthält die Anleitung für den Bau eines
Eiweißes in der Zelle. Das Erbgut von
Retroviren wie z.B.
HIV besteht aus RNS. (
DNS )
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Safer Sex
Verhaltensregeln, deren Einhaltung das Risiko einer sexuellen Übertragung von
HIV und vielen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten massiv vermindert.
Safer Use
Verhaltensregeln für Drogenkonsumenten und konsumentinnen, deren Einhaltung das Risiko einer Übertragung von
HIV und anderen übertragbaren Krankheiten beim Drogenkonsum massiv vermindert.
Salmonellen
Krankheitserreger, die insbesondere in Eiern und Geflügel vorkommen und zu Bauchkrämpfen mit Durchfall und Fieber führen können. Eine wiederkehrende Salmonellen-Infektion bei gesicherter
HIV-Infektion gilt als
Aids definierend.
Schnelltest
HIV-Antikörper-Test, der vor Ort durchgeführt werden kann, ohne dass das Blut an ein Labor eingeschickt werden muss. Deshalb ist das Resultat nach etwa einer halben Stunde verfügbar. Auch Schnelltests müssen von Medizinalpersonen durchgeführt werden, und auch sie ergeben erst drei Monate nach einer Risikosituation ein ausreichend sicheres Ergebnis.
Schulmedizin
Auch «konventionelle Medizin». Medizin, die auf einem naturwissenschaftlichen Weltbild
fußt. Jene medizinische Richtung, die in Lehre und Praxis das von der
großen Mehrheit aller Ärzte und Ärztinnen Anerkannte vertritt. (
Komplementärmedizin)
Sekundärprophylaxe
Auch Rückfallprophylaxe; Maßnahme zur Verhütung, dass eine bereits einmal durchgemachte Krankheit erneut ausbricht, z.B. durch die Einnahme bestimmter Medikamente.
Primärprophylaxe,
prophylaktisch.
Serologie
Gebiet der Medizin, das sich mit den Immuneigenschaften des
Blutserums und deren Nachweis beschäftigt, z.B. den Nachweis von
Antikörpern.
Serostatus
In Bezug auf eine
Infektion mit
HIV: Der
Befund, dass spezifische
Antikörper gegen HIV vorhanden sind (
HIV-positiv, positiver Serostatus) bzw. dass sie nicht vorhanden sind (
HIV-negativ, negativer Serostatus) (
Serologie)
Shiatsu
Verfahren der
Komplementärmedizin. Aus Japan stammende Massagetechnik, die auf ähnlichen Theorien wie die
Akupunktur beruht.
SIV
Anderseits Abkürzung für Simian Immunodeficiency Virus, ein dem
HIV verwandtes
Virus, das bei bestimmten Affenarten auftreten kann. Das SIV erlaubt einzelne Untersuchungen zur HIV-Infektion im Tiermodell.
Soor
Candida-Pilze
Sozialversicherungen
Eine Übersicht über die Sozialversicherungen in der
Bundesrepublik Deutschland
Spurenelemente
Chemische Elemente, die in sehr geringen Mengen im Organismus vorkommen und von diesem für den Stoffwechsel benötigt werden, z.B. Kupfer, Zink, Jod, Fluor, Selen. Die Spurenelemente sind meist Bestandteil von
Enzymen,
Hormonen und
Vitaminen. Spurenelemente werden über Trinkwasser, Nahrung und Atemluft aufgenommen.
Stärkung des Immunsystems
Auch Immuntherapie, Immunrekonstitution;
Kombinationsbehandlungen gegen HIV richten sich gegen den primären Krankheitserreger, das
HI-Virus, und unterdrücken dessen Vermehrung. Ein grundsätzlich anderer, möglicher Ansatz für eine Behandlung bei HIV ist, das
Immunsystem zu stärken, damit dieses von sich aus besser mit dem Virus fertig wird.
Stationäre Behandlung
Behandlung, für die der Patient oder die Patientin ins Krankenhaus aufgenommen werden muss. Gegensatz
ambulante Behandlung
STD
Von englisch: sexually transmitted disease(s), deutsch: sexuell übertragbare Krankeit(en), z.B. Lues (Syphilis), Gonorrhö (Tripper),
Herpes oder
Hepatitis. Auch die
HIV-Infektion ist grundsätzlich eine STD.
Subikterus
Gelbverfärbung der Augenschleimhäute, mögliches Zeichen einer
Hepatitis. (
Ikterus)
subkutan
In die Unterhaut; z.B. Injektion eines Medikamentes
Symptom
Subjektiv wahrgenommene Äußerung einer Krankheit (z.B. Schmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein)
Befund,
Diagnose
Syndrom
Gruppe von mehreren Krankheitserscheinungen, die sich gleichzeitig oder nacheinander
äußern und in einem Krankheitsbild zusammengefasst werden.
Aids als Ausdruck einer fortgeschrittenen
HIV-Infektion ist ein Syndrom mit verschiedenen gesundheitlichen Störungen, ebenso
Wasting.
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Taggeldversicherung
Taggeldversicherungen sollen das Risiko Lohnausfall bei Krankheit abdecken, welches nicht mehr durch die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers gedeckt ist. In diesem Bereich entstehen
HIV-positiven Menschen die
größten versicherungsrechtlichen Probleme.
Tbc
Tuberkulose
TCM
Traditionelle chinesische Medizin
Test
Zum Nachweis einer HIV-Infektion:
HIV-Antikörper-Test,
p24-Antigen-Test,
Kombinationstest,
Schnelltest; zur Bestimmung des
Viral Load:
PCR-Diagnostik; s. auch
Resistenztest
Therapie
Nach griechisch therapeia = das Dienen, die Pflege. Alle (medizinischen)
Maßnahmen zur Heilung einer Krankheit.
Therapiepause
Auch
«drug holidays» = Medikamentenferien; vollständiges Absetzen einer
Kombinationsbehandlung gegen HIV für eine befristete Zeit. Ob geplante und medizinisch überwachte (strukturierte) Therapiepausen im Rahmen eines Behandlungsplanes möglich sind, ohne den Therapieerfolg zu gefährden, ist Gegenstand von Studien.
Therapietreue
Adherence
Totimpfstoff
Impfstoff, der aus abgetöteten Krankheitserregern oder aus oft gentechnisch hergestellten Teilen davon besteht.
Lebendimpfstoff,
Impfung
Traditionelle chinesische Medizin Abkürzung TCM;
Heilsystem der
Komplementärmedizin, welches auf altchinesischen Weltanschauungen
fußt. Es umfasst einen breiten Fächer verschiedener Therapien und Behandlungsmethoden.
Akupunktur,
QiGong,
Shiatsu
Transmission
Übertragung
Toxoplasmose, zerebrale
Infektionskrankheit, die durch Toxoplasma gondii (
Protozoen) ausgelöst wird; bei Menschen mit
HIV-Infektion kann sie bei später
Diagnosestellung oder ausbleibender Behandlung Hirnabszesse erzeugen (
Abszess). Eine
zerebrale Toxoplasmose ist eine
opportunistische Erkrankung im Rahmen einer HIV-Infektion und gilt dann als
Aids definierend.
Transkriptase, Reverse
Reverse Transkriptase
Tuberkulose
Abkürzung: Tbc; Infektionskrankheit, die durch Mycobacterium tuberculosis (Tuberkelose-Bakterium) ausgelöst wird und vor allem die Lungen befällt, aber auch andere Organe betreffen kann. Eine Tuberkulose bei gesicherter
HIV-Infektion gilt als
Aids definierend.
Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)
Von bestimmten weißen Blutkörperchen gebildetes
Zytokin, das andere Zellen zu einer Änderung ihrer Funktion anregt. Möglicherweise beschleunigt TNF den Verlauf der
HIV-Infektion .
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Übertragung der HIV-Infektion, Strafbarkeit der
Die wissentliche Übertragung der HIV-Infektion kann strafrechtlich nach verschiedenen Gesetzesartikeln verfolgt werden.
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vaginal
Zur weiblichen Scheide gehörend, durch die Scheide
Vermittlungsfähigkeit
Vermittlungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, die erfüllt sein müssen, um Leistungen der
Arbeitslosenversicherung zu beziehen. Eine
HIV-Infektion steht der Vermittlungsfähigkeit nicht entgegen.
vertikale Transmission
Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen.
Viral Load
Auch Viruslast oder Virämie; Anzahl
Virus-Erbgutkopien pro tausendstel Liter (Milliliter)>
Blutplasma;
Kenngröße für das Ausmaß der Virusvermehrung im Körper.
Virulenz
Grad der Aggressivität eines Krankheitserregers im befallenen Organismus.
Virus
Lateinisch virus = Gift, Schleim; Krankheitserreger. Ein Virus besteht aus Erbgut (
DNS oder
RNS), das bei gewissen Viren wie dem
HIV von einer
Eiweißhülle umgeben ist. Viren verfügen nicht über die für Wachstum und Teilung erforderlichen
Enzyme, sondern brauchen dazu die Zellen eines Wirtsorganismus.
Retrovirus
Vitamine
Chemische Substanzen, die der Körper nicht selber zusammenbauen (synthetisieren) kann, die aber für den Stoffwechsel in sehr geringen Mengen lebensnotwendig sind. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamine regulieren als Wirkstoffe biologische Vorgänge.
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Wasting-Syndrom
Englisch «wasting» = zehrend, schwächend; durch starken Gewichtsverlust und Durchfall gekennzeichnetes Krankheitsbild, das bei fortgeschrittenem Immundefekt auftreten kann. Bei gesicherter
HIV-Infektion gilt das Wasting-Syndrom als
Aids definierend .
Wechselwirkung
Auch Interaktion; gegenseitiger Einfluss verschiedener Wirkstoffe aufeinander. Die gemeinsame Einnahme verschiedener Wirkstoffe (zugelassene Medikamente, nicht registrierte Präparate, illegale Drogen, legale pflanzliche Extrakte usw.) kann zu gefährlichen Wechselwirkungen führen, aber auch erwünschte Wirkungen haben. Es ist deshalb
u. a.. bei der Durchführung einer
Kombinationstherapie
gegen HIV wichtig, alle eingenommenen Wirkstoffe zu kennen
und ihre Wechselwirkungen zu berücksichtigen.
Wiedereingliederung, berufliche
Mit den verbesserten Therapiemöglichkeiten stellt sich für bisher aufgrund von Erwerbsunfähigkeit berentete
HIV-positive Menschen die Frage nach einer beruflichen Wiedereingliederung. Hierbei kann auf verschiedene Leistungen der
Rentenversicherung zurückgegriffen werden.
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zerebral
Auch cerebral; das Großhirn betreffend, vom Großhirn ausgehend oder zu ihm gehörend
Zervixkarzinom
Bösartige Krebsgeschwulst am Gebärmutterhals; häufigste Krebserkrankung jüngerer Frauen. Ein Zervixkarzinom gilt bei gesicherter
HIV-Infektion als
Aids definierend.
Zusatzversicherung (Krankenversicherung)
Die freiwilligen Zusatzversicherungen decken Risiken und Kosten ab, die über die Grundversicherung hinausgehen. Sie dürfen «schlechte Risiken», d.h. Menschen mit vorbestehenden Leiden, von der Deckung
ausschließen. Für
HIV-positive Menschen ist es deshalb schwierig, eine Zusatzversicherung
abzuschließen, wenn ihr
Serostatus einmal feststeht.
Zytokine
Von Zellen hergestellte Eiweiße, die die Funktionen anderer Zellen beeinflussen können.
Chemokine,
Interferone,
Interleukine,
Tumor-Nekrose-Faktor.
Zytomegalie-Virus (ZMV)
Das Zytomegalievirus ist weit verbreitet, ruft bei intaktem
Immunsystem aber keine schweren Erkrankungen hervor. Als
opportunistische Infektion im Rahmen einer
HIV-Infektion kann die ZMV-Infektion aber zu einer Netzhautentzündung und zu Blindheit führen oder den Magen-Darm-Trakt oder das Gehirn befallen.
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